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CMYK vs. RGB: Welche Testseite sollten Sie für den Fotodruck verwenden?

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Ein professioneller Fotograf vergleicht eine gedruckte Farbkarte Alt-Text: Ein Fotograf vergleicht eine gedruckte Farbkarte, um die Farbgenauigkeit des Drucks zu bewerten.

Sie haben gerade ein atemberaubendes Foto auf Ihrem Bildschirm bearbeitet. Die Farben sind lebendig, die Schatten sind satt. Sie klicken auf Drucken, und... Katastrophe. Das Ergebnis ist matschig, dunkel oder die Farben sind einfach daneben.

Die Verwirrung beginnt oft mit einer Frage: Sollte ich eine CMYK- oder eine RGB-Testseite verwenden?

Hier ist die kurze Antwort: Für 99% der Fotografen (die zu Hause oder im Labor drucken), bleiben Sie bei RGB.

Dieser Leitfaden erklärt Ihnen genau warum und zeigt Ihnen den richtigen Weg, Ihren Drucker mit einem Standard-Testbild zu testen.


Der schnelle Spickzettel: RGB oder CMYK?

Verlieren Sie sich nicht in der Physik der Farbtheorie. Nutzen Sie die folgenden Szenarien, um sofort zu entscheiden.

Tintenstrahldrucker für zu Hause (Canon, Epson, HP)

Empfohlen: RGB (sRGB oder AdobeRGB) Warum: Ihr Druckertreiber ist darauf ausgelegt, RGB-Daten zu empfangen und diese intern in Tintenfarben umzuwandeln. Das Senden von CMYK führt oft zu einer "doppelten Konvertierung" und matschigen Farben.

Kommerzielles Fotolabor (dm, Rossmann, CEWE, Saal Digital)

Empfohlen: RGB (meistens sRGB) Warum: Diese Maschinen belichten Fotopapier mit RGB-Licht, und die meisten Arbeitsabläufe im Labor erwarten RGB-Dateien.

Offsetdruck (Magazine, Visitenkarten, Flyer)

Empfohlen: CMYK Warum: Kommerzielle Druckmaschinen verwenden physische Platten für Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Key). Dies ist das einzige Mal, dass Sie strikt CMYK benötigen.

Farbpaletten und Designmuster auf einem Tisch

Experten-Tipp: Wenn Sie eine CMYK-Datei an einen Standard-Tintenstrahldrucker senden, wirken die Farben oft stumpf, da der Farbraum des Druckers tatsächlich größer ist als Standard-CMYK.


Hören Sie auf zu raten: Die Strategie mit dem "Standard-Testbild"

Die meisten Leute versuchen, ihren Drucker mit einem Foto eines Sonnenuntergangs oder ihrer Kinder zu kalibrieren. Das ist ein Fehler.

Warum? Weil Sie nicht wissen, ob das "Rot" im Sonnenuntergang so aussehen soll. Sie brauchen eine objektive Referenz.

Sie benötigen ein Standard-Testbild (wie das PDI Target oder Datacolor Testbild). Diese Bilder enthalten:

  • Gedächtnisfarben (Memory Colors): Hauttöne, auf die unsere Augen sehr empfindlich reagieren.
  • Grauverlauf (Grey Ramp): Ein Verlauf von Schwarz nach Weiß, um Farbstiche zu prüfen (z. B. ob Ihr S/W-Foto grün aussieht).
  • Hochgesättigte Felder: Um die Grenzen Ihrer Tinte zu testen.

Schritt-für-Schritt: Wie man einen perfekten Drucktest durchführt

Folgen Sie diesen Schritten, um Ihre Farbprobleme in weniger als 10 Minuten zu diagnostizieren.

Schritt 1: Laden Sie ein Standard-Testbild herunter

Verwenden Sie nicht Ihr eigenes Foto. Suchen Sie bei Google nach "PDI Printer Test Image" oder "Datacolor Test Image" und laden Sie das hochauflösende JPEG herunter.

  • Aktion: Lassen Sie die Datei in ihrem ursprünglichen Farbraum (normalerweise sRGB oder AdobeRGB). Konvertieren Sie sie nicht.

Person arbeitet am Computer und bearbeitet Fotos

Schritt 2: Drucken ohne "Doppelte Profilierung"

Der Hauptgrund für schlechte Drucke ist, dass sowohl Photoshop als auch der Drucker versuchen, die Farben gleichzeitig zu verwalten.

  • Beim Drucken aus Photoshop/Lightroom: Wählen Sie im Druckdialog "Photoshop verwaltet Farben". Gehen Sie dann in Ihre Druckereigenschaften (Treibereinstellungen) und DEAKTIVIEREN Sie das Farbmanagement (oft "Keine Farbanpassung" oder "Aus" genannt).
  • Beim einfachen Drucken: Lassen Sie den Drucker alles verwalten. Stellen Sie nur sicher, dass die Einstellung für den Papiertyp (z. B. "Premium Glossy") mit dem tatsächlichen Papier im Fach übereinstimmt.

Nahaufnahme eines modernen Druckers, der ein Foto druckt

Schritt 3: Bewerten Sie den Grauverlauf und die Hauttöne

Nehmen Sie Ihren Ausdruck und betrachten Sie ihn bei natürlichem Licht (nicht unter einer schummrigen gelben Wohnzimmerlampe).

  1. Prüfen Sie die Grautöne: Schauen Sie sich den schwarz-weißen Verlaufsbalken an. Ist er neutralgrau? Oder sieht er leicht magenta oder grün aus? Wenn er einen Farbstich hat, ist möglicherweise Ihre Düse verstopft oder Sie haben ein Problem mit "doppelter Profilierung".
  2. Prüfen Sie die Hauttöne: Die Modelle in Testbildern haben kalibrierte Hauttöne. Wenn sie wie verbrannt (zu rot) oder kränklich (zu grün) aussehen, müssen Sie wahrscheinlich die Intensitäts- oder Farbschieberegler Ihres Druckertreibers anpassen.

Hand hält ein gedrucktes Foto vor unscharfem Hintergrund


Warum Ihre Ausdrucke dunkel aussehen (Und wie man es repariert)

Selbst mit der richtigen RGB-Testseite sehen Ausdrucke oft dunkler aus als auf dem Bildschirm.

  • Die Wissenschaft: Ihr Bildschirm strahlt Licht aus (er ist eine Lampe). Ihr Papier reflektiert Licht.
  • Die Lösung: Ihr Monitor ist wahrscheinlich zu hell. Verringern Sie die Helligkeit Ihres Monitors auf etwa 50-60%, wenn Sie für den Druck bearbeiten.
  • Der Trick: Wenn Sie die Monitoreinstellungen nicht ändern möchten, fügen Sie Ihrem Foto in Photoshop einfach eine Einstellungsebene "Helligkeit/Kontrast" hinzu und erhöhen Sie die Helligkeit vor dem Drucken um 10-15%.

Fazit

Um professionelle Ergebnisse zu erzielen, hören Sie auf, mit zufälligen Fotos zu raten.

  1. Bleiben Sie bei RGB für Heimdrucker und Fotolabore.
  2. Laden Sie ein Standard-Testbild herunter.
  3. Überprüfen Sie den Grauverlauf, um Farbstiche sofort zu erkennen.

Bereit, Ihre Ausdrucke zu korrigieren? Laden Sie jetzt ein Standard-Testbild herunter, drucken Sie es auf ein 10x15 Blatt und sehen Sie endlich, was Ihr Drucker wirklich tut.

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